Michael Kolocek und Felix Leo Matzke zu Gast beim Podcast Geschichte Europas

Michael Kolocek und Felix Leo Matzke waren beim Podcast Geschichte Europas zu Gast. In dem Podcast lädt der Gastgeber und Historiker Tobias Jakobi im Rahmen einer Sendreihe zu einem Projekt des LVR-Instituts für Landeskunde und Regionalgeschichte geSCHICHTEN Rheinisches Revier, Personen ein, um mit ihnen über das Rheinische Revier zu sprechen. Aus verschiedenen Blickwinkeln werden die Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft des Rheinischen Reviers beleuchtet. Michael Kolocek und Felix Leo Matzke berichteten von den Projektergebnissen aus Zusammenhalt hoch drei. Dabei erzählten sie von den Auswirkungen des Strukturwandels, der Identität und den Heimatgefühlen der im Projekt beteiligten Ortschaften, dem sozialen Zusammenhalt sowie den wahrgenommenen und ausgetragenen Konflikten in der Region. Die ganze Folge mit dem Titel „Mit der Vergangenheit in die Zukunft: Resilienz aus Umbrüchen“ ist ab dem 25. Februar 2024 unter diesem LINK abrufbar. Außerdem lässt sich der Podcast über Spotify, Overcast, Pocket Casts, RSS Feed, Google Podcasts und Podcast Addict hören.

Michael Kolocek beim Zukunftsforum Ländliche Entwicklung

Michael Kolocek hat am 24. Januar im Fachforum 9 „Berechenbar und bezahlbar? Ehrenamt und Engagement in ländlichen Regionen“ einen Vortrag mit dem Titel „Ehrenamtliche als Multiplikatoren und lokaler Kitt – unbezahlbarer Mehrwert“ gehalten. Das Fachforum wurde organisiert von dem Deutschen Institut für Urbanistik (Difu) und Raum & Energie – Institut für Planung, Kommunikation und Prozessmanagement und war Teil des 17. Zukunftsforums Ländliche Entwicklung 2024 des Bundeministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BEL). In diesem Jahr stand es unter dem Leitbild LAND.SCHÖPFT.WERT – Starke ländliche Regionen. Im Anschluss an den Vortrag, welcher sich primär der Bedeutung des Ehrenamts in den Untersuchungsräumen von Z³ widmete, diskutierte Michael Kolocek gemeinsam mit Forschenden aus der Förderrichtlinie Kommunen Innovativ die aktuellen Herausforderungen und zukünftigen Aussichten des Ehrenamts. Aufgrund des Bahnstreiks wurde die Veranstaltung hybrid durchgeführt. Weitere Informationen finden Sie HIER.

Michael Kolocek und Felix Leo Matzke beim städtebaulichen Kolloquium der TU Dortmund

Am 19. Dezember 2023 hielten Michael Kolocek und Felix Leo Matzke einen Vortrag mit dem Titel „Lernen aus transformativer Forschung“ beim städtebaulichen Koloquium an der Fakultät Raumplanung, TU Dortmund.

Der Vortrag war Teil einer von Stefan Siedentop moderierten Diskussionsrunde, an der auch Stefan Kuczera und Tana Petzinger vom Regionalverband Ruhr (RVR) teilnahmen. Das städtebauliche Kolloquium ist eine halbjährlich stattfindende dreiteilige Veranstaltungsreihe mit thematischem Fokus, bei welcher Personen aus Wissenschaft und Planungspraxis Impulse sowie unterschiedliche Erfahrungen und Sichtweise miteinander diskutieren. Die Veranstaltung stand unter der Überschrift: „Reallabore. Lernen in 1:1 Situationen. – Planungsrealität und Transformation “. Diesen thematische Schwerpunkt griffen Michael Kolocek und Felix Leo Matzke in ihrem Vortrag auf, indem sie zunächst auf den Transformationsbegriff eingingen und anschließend das im Rahmen des Projektes Zhoch3 durchgeführte Reallabor vorstellten. Besonderes Interesse zeigten die Teilnehmenden mit ihren Rückfragen an dem im Projekt durchgeführten Reallabor sowie dessen Wirkung auf und Folgen für die Bewohnerschaft. In der an die Vorträge anschließenden offenen Diskussions- und Fragerunde wurde der Mehrwert von Reallaboren, aber auch ihre Grenzen deutlich.

Workshop mit Jugendlichen für den Zusammenhalt und Austausch

Am 5. Dezember 2023 fand ein Workshop mit Kindern und Jugendlichen aus den Ortschaften, Holzweiler, Venrath / Kaulhausen, Keyenberg (neu), Kuckum (neu) sowie Keyenberg (alt) im Vereinsheim des SV Niersquelle Kuckum 1927 e.V. statt. Ziel des abendlichen Workshops war die Planung konkreter Aktionen und Maßnahmen zur Stärkung des Zusammenhalts. Im Unterschied zu den vorangehenden Workshops stand die Einbeziehung der in den Orten lebenden Kinder, Jugendlichen und jungen Erwachsenen im Vordergrund.

Bereits im vorangehenden Workshop am 7. November (Beitrag 7. November 2023) wurde beschlossen: Am 29. Juni 2024 sollen in den Ortschaften zahlreiche Aktionen und Maßnahmen durchgeführt werden, die den Austausch und den Zusammenhalt zwischen den Bewohner*innen der Ortschaften stärken. Hierfür wurden zu Beginn des Workshops Ideen gesammelt und diskutiert. Die jungen Teilnehmenden stellten zahlreiche konstruktive Vorschläge und hilfreiche Ergänzungen zu den bereits in den vorangehenden Workshops genannten Ideen auf.

Anschließend überlegten die Teilnehmenden, wie sich die gesammelten Ideen realisieren und gegebenenfalls verbinden lassen könnten. Außerdem setzten sie sich mit der Frage der Mobilität zwischen den Orten am 29. Juni 2024 auseinander. Hierfür diskutierten die Jugendlichen verschiedene Optionen, um flexibel zwischen den Orten und den dortigen Aktivitäten wechseln zu können. Die konkrete Ausgestaltung der Ideen findet an Folgetreffen im neuen Jahr statt. Abschließend formulierten die Teilnehmenden weiterführende Fragen für das nächste Treffen. Das nächste Treffen der Jugendlichen, zur weiteren Planung der Veranstaltung, findet am 16. Januar 2024 um 18:00 Uhr im Vereinsheim des SV Niersquelle Kuckum 1927 e.V. statt.

Workshop zur Dorfgemeinschaftsstärkung

Am Abend des 7. November 2023 trafen sich engagierte Dorfbewohner*innen aus verschiedenen Ortschaften, darunter Holzweiler, Venrath und Kaulhausen, den Neuorten des Umsiedlungsstandorts, Keyenberg (alt) und Kuckum (alt) mit Mitarbeitenden der Stadt Erkelenz, des Zweckverbands LANDFOLGE Garzweiler und des ILS – Institut für Landes- und Stadtentwicklungsforschung Dortmund, in der Gaststätte Bruns in Venrath. Das Ziel des Workshops war es, gemeinsam weitere konkrete Aktionen und Maßnahmen zur Stärkung des sozialen Zusammenhalts zu diskutieren und zu planen.

In zwei Gruppenarbeitsphasen und anschließenden Besprechungen wurden Ideen für solche Maßnahmen entwickelt und konkretisiert. Hier einmal die ersten Ergebnisse der Erarbeitungen:

Die Idee, der sich mit Abstand die meisten Teilnehmenden anschließen konnten, war eine Veranstaltung über alle Dörfer hinweg, die mit und durch Jugendliche geplant werden soll. Ein Schlüsselaspekt am Ende der Veranstaltung war die Besprechung des weiteren Vorgehens. Hierbei wurde festgehalten, dass die Umsetzung der Ideen vor allem die Beteiligung der Jugendlichen in den Ortschaften erfordert. Ein Folgetreffen wurde für den 5. Dezember 2023 um 18:00 Uhr am Sportplatz Kuckum/Keyenberg (neu) im Vereinsheim des SV Niersquelle Kuckum vereinbart. Hierbei sollen die Jugendlichen ihre Einschätzungen zu den Ergebnissen der ersten Veranstaltung einbringen können.

Begegnung, Erinnerung und Zusammenhalt in Morschenich (neu)

Am 4. November fand im Rahmen des Reallabors eine Veranstaltung unter dem Motto der Erinnerung und Begegnung statt. Organisiert durch die Bewohnerschaft aus Morschenich (neu) und Teresa Beverungen, Dorfmanagerin der Gemeinde Merzenich, startete die eintägige Veranstaltung bereits am Vormittag mit einem Ausflug ins Neandertal Museum, an dem rund 30 Bewohner*innen aus Morschenich teilnahmen. Der Nachmittag führte die Teilnehmenden dann ins Morschenicher Bürgewald-Zentrum, wo sich etwa 40 weitere Interessierte aus der Ortschaft sowie die Mitarbeitenden des Projektteams einfanden. Teresa Beverungen hieß alle Anwesenden herzlich willkommen. Die Eröffnung begann mit der feierlichen Einweihung einer jungen Kastanie und eines alten Wegekreuzes am Erinnerungswald in der Nähe des Bürgewald-Zentrums. Teresa Beverungen, Bürgermeister Georg Gelhausen und Ortsvorsteherin Inga Dohmens teilten dabei die Hintergrundgeschichte des alten Wegekreuzes mit. Dieses wurde aus Morschenich (alt) während der Umsiedlung abgebaut, mitgenommen und musste aufgrund zahlreicher Beschädigungen aufwendig restauriert werden, bevor es seinen Platz in Morschenich (neu) fand. Im Anschluss begrüßte Felix Leo Matzke die Gäste und gab einen Einblick in den Projekthintergrund und wie dieser mit der Veranstaltung zusammenhing. Es folgte eine Show eines Alchemisten als Eröffnung des Abendprogramms, die sowohl von Kindern mit großer Aufregung als auch von Erwachsenen mit Interesse verfolgt wurde. Der Tag endete mit einem gemeinsamen Abendessen. In den Gesprächen wurde die Veranstaltung als voller Erfolg dargestellt und viele der Teilnehmenden bekundeten ihr Interesse an einer Wiederholung.

Felix Leo Matzke auf dem Deutschen Kongress für Geographie 2023

Auf dem Deutschen Kongress für Geographie präsentierte Felix Leo Matzke am 20. September 2023 seinen Vortrag mit dem Titel „Planungstheorie und Konflikte: Wie können agonistische und kommunikative Perspektiven helfen, Konflikte in vom Tagebau betroffenen Ortschaften zu verstehen, einzuordnen und zu bearbeiten?“ Im Fokus der Präsentation standen die Analyse und Einordnung von Konflikten in den vom Tagebau Garzweiler betroffenen Ortschaften aus planungstheoretischer Perspektive. Insbesondere wurden die Handlungsstrategien der verschiedenen Akteure beleuchtet, darunter Bewohner*innen, Aktivist*innen sowie die Stadtverwaltung. Zusätzlich behandelte die Präsentation die Frage, inwieweit agonistische und kommunikative Planungsmodelle bei der Bearbeitung dieser Konflikte hilfreich sein können. Kommunikative Planungsmodelle betonen die Konsensbildung, um für alle Beteiligten zufriedenstellende Entscheidungen zu finden. Wohingegen die agonistischen Planungsmodelle in Konflikten eine produktive gesellschaftliche Kraft sehen, die gefördert werden sollte. Abschließend diskutierte Felix Leo Matzke, inwiefern die beiden theoretischen Ansätze vereint und darauf aufbauend Lösungsvorschläge zur Bearbeitung der vorgestellten Konflikte präsentiert werden können. Der Vortrag war in eine zweiteilige Session eingebunden, in der auch andere Praxisbeispiele, wie beispielsweise eine kommunale Konfliktbearbeitung, vorgestellt wurden. Die Anwesenden erörterten am Ende, ob und wie Forschende in Konfliktsituationen Stellung beziehen sollten und welche Regelungen für die Konfliktaushandlung eingehalten werden müssen, damit diese als produktiv wahrgenommen werden.

Netzwerktreffen für und mit Dorfmanager*innen

Am 14. September 2023 fand das erste von der Gemeinde Merzenich ausgerichtete Netzwerktreffen für und mit Dorfmanager*innen statt. Initiiert wurde die Veranstaltung durch die Dorfmanagerin der Gemeinde Merzenich Teresa Beverungen. Weitere teilnehmende Dorfmanager*innen waren Alexander Arnold für die Stadt Erkelenz, Laura Schuster für den Kreis Lippe und Laszlo Taube für die Stadt Dorsten. Zusätzlich nahmen ein ehrenamtlicher so genannter „Dorf-Verbinder“ aus den Niederlanden, weitere ehrenamtlich Engagierte, Mitarbeitende der Gemeinde Merzenich und des LEADER Managements der Region Inde und Rur sowie Mitarbeitende des ILS und Mitarbeitende von der an der Veranstaltung vortragenden Hochschulen statt. Moderiert wurde der Abend durch Heinz Jahnen von HJPplaner mit Unterstützung seiner Kollegin Pia Niclassen. Die Veranstaltung bot eine Plattform für den Erfahrungsaustausch der professionell im Dorfmanagement Arbeitenden. Einen großen Raum nahm dabei auch die erlebten Herausforderungen in der Zusammenarbeit und der Einbindung des Ehrenamts ein. Eine weitere Fragestellung der Veranstaltung war, wie Bürger*innen dazu befähigt werden können, eigenständig Entwicklungen im ländlichen Raum anzustoßen und zielführend umzusetzen. Hierzu wurden zwei Dorfentwicklungsprojekte, das Projekt Soziale Dorfentwicklung – Starke Gemeinschaften für zukunftsfähige ländliche Räume und das Projekt LaefHoês America, vorgestellt und erklärt, wie es diese geschafft haben, mithilfe verschiedener Formate der Beteiligung die Projekte zu verwirklichen. Nach der Vorstellung der Dorfentwicklungsprojekte fanden Diskussionsrunden zu den Herausforderungen des Ehrenamts und Dorfmanagements sowie mögliche Lösungsansätze und ein Erfahrungsaustausch statt. Während der gesamten Veranstaltung wurde viel voneinander gelernt und neue Ideen wurden gesammelt. Die Veranstaltung stellte den Auftakt dar, ein Netzwerk zwischen Dorfmanager*innen sowie Fachleuten, die im Kontext der Dorfentwicklung arbeiten, aufzubauen bzw. zu stärken.

Was ehrenamtliches Engagement leisten kann: 2. Fachtagung von Zusammenhalt hoch drei zeigt die Erfolge, aber auch die Herausforderungen ehrenamtlicher Arbeit

Nach dem erfolgreichen Auftakt im vorherigen Jahr hat der Zweckverband LANDFOLGE Garzweiler im Juni 2023 die zweite Fachtagung des Projekts Zusammenhalt hoch drei durchgeführt. Für die inhaltliche Gestaltung der Veranstaltung war wie im Vorjahr das Planungsbüro HJPplaner verantwortlich. Tagungsort war erneut das Alte Rathaus in Erkelenz.

Nachdem sich die letztjährige Tagung den Themen Dorfentwicklung, Zusammenhalt und Daseinsvorsorge vorrangig aus einer wissenschaftlichen Perspektive widmete, lag der Fokus der diesjährigen Veranstaltung auf dem Blickwinkel der Ehrenamtlichen selbst. Im Anschluss an die Begrüßungsworte von Bürgermeister Stephan Muckel und dem Geschäftsführer des Zweckverbands Volker Mielchen leitete Herr Prof. Peter Jahnen als Moderator durch die verschiedenen Vorträge des Tages. Den Auftakt machte Dr. Michael Kolocek, der das Projekt Zusammenhalt hoch drei samt Zwischenergebnissen vorstellte. Danach folgten drei Referent*innen, die aus ihrer täglichen ehrenamtlichen Arbeit berichteten. Zuerst informierte Susanne Schwab als Vorsitzende die Zuhörenden über das Dorfzentrum Effeld eG in Effeld (Wassenberg, Kreis Heinsberg), wo es einen Dorfladen inklusive Café gibt. Mit viel Herzblut vermittelte sie, wie viel Arbeit und Kreativität die Entwicklung sowie die Aufrechterhaltung eines Dorfladens benötigt. Besonders interessante Punkte ihres Vortrags waren die Wahl der geeigneten Rechtsform sowie die große Herausforderung einer ausgeglichenen betriebswirtschaftlichen Bilanz. Peter Jahnen stellte anschließend in Vertretung den Dörpladen in Alt-Schwerin vor. Angesiedelt in einer ehemaligen Dorfschule, fokussiert sich dieser mit seinem Konzept neben dem Einzelhandelsangebot vor allem auf touristische Aktivitäten. Vor Ort gibt es beispielsweise ein Schulmuseum, einen Streichelzoo und Übernachtungsmöglichkeiten. Als letzter Referent berichtete Thomas Behr vom Aufbau und Betrieb des Dorfgemeinschaftshaus Bredenbecker Scheune in der Gemeinde Wennigsen, in Niedersachsen. Nach dem „Sterben“ der letzten Kneipe im Ort setzte sich eine engagierte Gruppe von Bewohnerinnen und Bewohnern zusammen, um das Dorf durch eine Veranstaltungs- und Begegnungsstätte wieder zu beleben. Über viele tausend ehrenamtliche Arbeitsstunden, professionalisierte sich das Projekt über die Anwerbung von Fördermitteln soweit, dass sie seit 2023 sogar einen eigenen Quartiersmanager einstellen konnten.

Den Abschluss der Veranstaltung bildete eine rege Diskussion der Teilnehmenden darüber, ob und wie die verschiedenen vorgestellten Erfolgsfaktoren und Herausforderungen aus den Projekten auf die am Projekt Zhoch3 teilnehmenden Dörfer in Erkelenz übertragbar sind.

Das Protokoll der Fachtagung finden Sie hier:

Alle drei vorgestellten Projekte können im Steckbriefformat hier nachverfolgt werden:

Zusätzliche Informationen zu weiteren interessanten Projekten ehrenamtlichen Engagements können Sie hier abrufen:

Die gesamte Präsentation der Veranstaltung finden Sie hier:

Zhoch3-Workshop bei der tu! Hambach

Am 21. Juni 2023 hat das ILS zusammen mit Teresa Beverungen als Dorfmanagerin der Gemeinde Merzenich sowie Alexander Arnold als Dorfkümmerer im Projekt Zhoch3 einen Workshop im Rahmen der tu! Hambach veranstaltet. Die tu! Hambach war eine Projektwoche vom 17. bis 24. Juni 2023 in Morschenich-Alt, organisiert von der RWTH Aachen in Kooperation mit der Gemeinde Merzenich. Ziel dieser „temporären Universität“ war es, mithilfe verschiedener Veranstaltungen Forschende, Studierende, Lokalpolitiker*innen, Bewohner*innen aus Morschenich-Neu, Aktivist*innen und Geflüchtete sowie die interessierte Öffentlichkeit zusammenzubringen und über die Situation und Chancen der Menschen und Orte am Tagebaurand zu sprechen.

Am Workshop nahmen überwiegend Bewohner*innen von Morschenich-Neu und Umweltaktivist*innen teil. Zunächst wurden die Teilnehmenden gefragt, was für sie sozialer Zusammenhalt bedeute. In der darauffolgenden Diskussion wurde deutlich, dass die Mehrzahl der Anwesenden insbesondere Gemeinwohl und Ehrenamt als Ausdruck des sozialen Zusammenhalts erachtete. Im zweiten Teil des Workshops standen die persönlichen Erfahrungen in Bezug auf den sozialen Zusammenhalt im Vordergrund. Die Teilnehmenden schilderten sowohl Situationen, in denen es besonders gut als auch besonders schlecht um den Zusammenhalt in ihrer Ortschaft bestellt war. Nach dem Einbringen der persönlichen Erfahrungen gab es eine weitere Diskussionsrunde, bei der Vorschläge geäußert wurden, wie der soziale Zusammenhalt konkret gestärkt werden könnte. Die am häufigsten genannten Ideen waren das Schaffen von neuen Räumen zur Umsetzung neuer Veranstaltungsformate, die auch Zugezogene ansprechen und die Kooperation oder gar Zusammenschlüsse von Vereinen ermöglichen sollen. Die Vorschläge wurden im dritten Teil des Workshops weiter konkretisiert, um Maßnahmen, wie beispielsweise ein gemeinsames Event in Morschenich-Neu, zu entwickeln und zu diskutierten. Besonders wichtig war den Teilnehmenden, dass bei der Planung eines gemeinsamen Events alle Interessierten mitmachen können. Interessierte sollten daher auch in den fortlaufenden Prozess mit eingebunden werden. Unter Federführung der Dorfvorsitzenden sowie Teresa Beverungen, als Dorfmanagerin der Gemeinde Merzenich, wurde im Anschluss ein solches Event unter Einbeziehung von Ideen aus der Dorfgemeinschaft auf den Weg gebracht und für Anfang November 2023 terminiert. Der Workshop bei der tu! Hambach bot einen guten Einstieg in die Planung und diente gleichzeitig als erstes Vernetzungstreffen.